Allgemeine Informationen

HINTERGRUNDINFORMATION

Das CCCA ist bemüht durch einen mehrstufigen, thematisch offenen Prozess, die Thematik „Klimawandel“ in all seinen Facetten zu erfassen und in dem geplanten AAR24 abzubilden. Dabei ist nicht gedacht, die Struktur des AAR14 zu übernehmen, und nur die Inhalte zu aktualisieren, sondern es herrscht Konsens, dass ein weniger sektoraler Ansatz wünschenswert wäre. Dazu wird sich der Scoping Prozess in drei Phase teilen, um anfänglich Ideen aus der wissenschaftlichen Community zur Grundstruktur zu gewinnen, dann die Bedürfnisse der breiten Öffentlichkeit und der Stakeholder zu erfassen und zu prüfen, ob diese mit der vorgeschlagenen Grundstruktur kompatibel sind. Darauffolgend wird es regionale Workshops geben, in welchen die Wissenschaftlerinnen ihren fachlichen Nuancierungen und die davor etablierten Strukturen und Schwerpunkte einbringen und diese überarbeiten. Durch eine rollierende Abwicklung ist gewährleistet, dass sich dieser Prozess ständig an die Inputs der Fachexpert_innen anpasst.

Ziel soll es sein, eine inhaltliche Strukturierung des AAR24 innerhalb der kommenden Monate festzulegen, die neben höchster wissenschaftlicher Expertise, auch die Komponente des Wissenstransfers beinhaltet und ein Narrativ spannt, das den angestrebten AAR24 für ein breites Publikum attraktiv und nützlich gestaltet und gleichzeitig die beteiligten Wissenschafter_innen dabei unterstützt, über den eigenen Tellerrand zu blicken. 

Die Frage ist, welche Fragen gilt es zu beantworten

Thema „Netto Null“: Welche CO2 Senken gibt es und wie langlebig sind sie?  Wie wird auf eine Änderung der CO2 Senken reagiert?

Thema Landkarte der Dekarbonisierung: Was lässt sich auf der Subnationalen / Sektoren-Ebene sagen? CO2 Budget auf regionale Ebene herunterbrechen. Wer sind die Verursacher von CO2 Emissionen? Konsum- und Produktbezogenheit?

Thema Politik/Verwaltung/Kommunen: Was ist nicht passiert, obwohl geplant? Welche Pfade wurden nicht beschritten bzw. scheiterten am politischen Widerstand? Wer ist für die jetzige Situation politisch mitverantwortlich? Welche Machtstrukturen spielen wie mit?

Thema Strukturwandel in der Wirtschaft: Welche Veränderungen sind notwendig? Wie werden sich diese Veränderungen auf die Zahl der Arbeitsplätze auswirken? Welche Firmen / Sektoren haben vorausschauend gehandelt, welche nicht? Wie, warum? Wo gibt es innerhalb von Sektoren eine Differenzierung in klimafreundliche / klimafeindliche Praktiken und Wirtschaftsweisen (z.B. unterschiedliche Formen der Landwirtschaft)? Was hemmt den breiteren Einsatz von klimafreundliche Praktiken, wie könnten sie deutlich unterstützt, ermutigt, gefördert, leistbarer gemacht werden? Wie wird es in 20-40 Jahre ausschauen in unterschiedlichen Wirtschaftszweigen (bspw Landwirtschaft/Forstwirtschaft)? Was darf der Handel anbieten? Welche Rolle spielt der Konsument? Welche Risiken bringt die Anpassung in der Sektorenkoppelung  und in der Attraktivität Österreichs als Wirtschaftsstandort? Wie hoch wird das Risiko einer Investition in XX in der Zukunft sein? Wer trägt künftig das Risiko für Total(ernte)ausfälle?

Thema Klimagerechtigkeit/-ungerechtigkeit: Wer sind die Verlierer des Klimawandels und der Anpassung? Wer spürt den Klimawandel als erstes bzw. wer spürt als erstes (im negativen Sinne) von den Maßnahmen, z.B. Verdrängungseffekte aufgrund von Maßnahmen? In Österreich und global betrachtet.

Thema Ausblick negativ: Was wird passieren? Was passiert, wenn wir die 2°C nicht halten? Wie schaut die Zukunft im negativen Fall aus? Nicht nur Mittelwerte („eh nicht so schlimm“), sondern auch die möglichen Extremwerte verständlich darstellen.

Thema ökologische Grenzen: Können ökologische Grenzen für Österreich definiert werden? Wie geht es Pflanzen und Tieren im/mit dem Klimawandel?

Thema Ausblick positiv: Was verstehen Österreicher_innen unter einem guten Leben? Wie kann die Gesellschaft in 2040 ausschauen? Welche positiven Nebenwirkungen hat die Anpassung? Co-Benefits von Klimawandelanpassungsmaßnahmen?

Thema Pfade: Was sind die Vorgaben an die Politik bis 2030/2040/2050? Was ist machbar mit Technologie X, Y, Z für Jahr 2030/2040? Was braucht es ganz konkret, um z.B. die Emissionen für Raumheizung auf Klimazielniveau zu drücken („bodenständige“ Szenarien: Wer müsste wann was getan haben, was kostet es, wie kann es finanziert werden etc.?). Kann man erneuerbare Energieträger importieren? Wie setzt sich der CO2 Footprint zusammen? Welche Anpassungsmaßnahmen sind wichtig und in welchem Ausmaß realistisch umsetzbar?

Thema Prozess: Wie müssen große Transformationsprozesse begleitet werden? Wie kann Mainstreaming gelingen? Wie kann man von dem sektoralen Denken wegkommen? Wie kann man die Auswirkungen regional darstellen und daraus Trends ableiten?

Thema Kosten: Alternativen zum Finanzsystem? Rolle der Finanzierung und Financiers im Klimawandel? Rolle der sunk costs? Was hat es für Auswirkungen und Kosten, nichts zu tun? Welche Perioden werden berücksichtigt? Wie wird in Investitionszyklen gerechnet? Was ist dem Steuerzahler zumutbar? Was ist den Unternehmen zumutbar?

Thema Individuum/Verantwortung: Welche Rolle spielt die Bevölkerung in der Klimawandelanpassung? Wo ist die Selbstwirksamkeit der einzelnen Person? Was kann jede/r tun? Was werden Großeltern ihren Enkeln über den Klimawandel erzählen? Wie hängt der Klimawandel mit Armut zusammen? Was ist schon alles in Bewegung? Wie kann ich mich persönlich einbringen? Welche und wie viele Personen braucht es künftig für die neuen Jobs? Soziale Innovationen & Klimaschutz durch soziale und ökologische StartUps und InnovatorInnen – was passiert hier schon alles? Wer profitiert bzw. wer verliert bei einer stärkeren Eigenverantwort.

Thema Jugend: Welche Möglichkeiten gibt es für Jugendliche, sich zu engagieren? Welche Jobaussichten gibt es? Wie schaut der Arbeitsmarkt der Zukunft aus?

Thema Stadt-Land: Wie kann die Notwendigkeit, zum Arbeitsplatz zu pendeln, reduziert werden?

Thema Bildung: Welche Ausbildungen werden stärker nachgefragt?

Thema Lebenslanges Lernen: Wie können Umweltthemen und Nachhaltigkeit besser im lebenslangen Lernen verankert werden?

Thema Extreme: Was sind die möglichen/ ggf gemessenen Impacts in einer Region (ggf. auch exemplarisch) [Die Betroffenheit entsteht ja bei extremer Hitze/Dürre/Niederschlag, nicht bei einem statistischen Durchschnitt….]

Thema Region/Gemeindepolitik: Wie ist die Bevölkerung auf Gemeindeebene anzusprechen? Was können Gemeinden leisten?

Thema Extreme: Extremwetterereignisse auf unterschiedlichen Ebenen analysieren

Thema Landkarte der Dekarbonisierung macht es Sinn, die Landkarte der Dekarbonisierung regional zu berechnen (jedenfalls nicht als Schuldzuweisung)? Beispiel VOEST in Linz? Carbon Footprint je Industrie und Region? Was sind Mindestemissionen verglichen zu Wohlstands- und Wachstumsemissionen?

Thema Politik/Verwaltung/Kommunen: Wer wird an welcher Stelle in die Verantwortung genommen? Bei politischen Maßnahmen die Inkonsistenz der gesetzlichen Rahmenbedingungen und notwendige Änderungen beachten? Soziale und wirtschaftliche Auswirkungen von politischen Maßnahmen / Hindernisse in den Köpfen der handelnden Personen. Potentielle Auswirkungen in Österreich, wenn im Ausland bereits umgesetzte Maßnahmen auch in Österreich etabliert würden. / Wir wissen nicht, was politisch weltweit machbar ist oder passieren wird /

Thema Individuum/Verantwortung:  Beachtung der Wertvorstellungen der einzelnen Gruppen/Personen? Weg vom Individuum hin zu Subjekt-Gruppen Beschreibung (Special Report „Transformation“) / Wer sind die vulnerablen Gruppen und wie werden diese Gruppen in der Gesellschaft abgebildet? Fragen der Jugend beachten / Begriff des „guten Lebens“ als wesentlicher Bestandteil der Kommunikation zu verstehen.

Thema Bildung: Wie weit wollen wir uns dem Bildungssektor nähern? Wen müssen wir qualifizieren, um in der Anpassung aktiv zu werden? Den Arbeitsmarkt und ganze Berufsgruppen mitdenken / Nicht nur rein schulische Ausbildung, sondern auch Aus- und Weiterbildung

Thema Wirtschaft: Transition Risk auf regionale Ebene heruntergebrochen / Rolle der Wirtschaft und der Wirtschaftspolitik auf Unternehmen und die Nachhaltigkeit ihres Wirtschaftens / Mikrosteuern auf Finanztransaktionen /IT Impact auf Transformation à Digitalisierung und deren Grenzen /

Thema Messbarkeit Bewertung der Klimaschutzmaßnahmen nach Nachhaltigkeitszielen / Publikationen zu Top-Down Maßnahmen (Karl Steininger) und Bottom-Up Initiativen (Prof. Windsperger) / Wie kann man Impact messen und damit umgehen? Klimaszenarien: klares Framework für die Berechnungsszenarien / DACH Region: einheitliche und aussagekräftige Namensgebung für RCP Szenarien, was zu einer Vereinfachung der Kommunikation führen wird / Informationen zu neuen Wirkungsmodellen sowie Darstellung der Verlässlichkeit und Vergleich für Österreich / Wirksamkeitsanalysen von Forschungsgeldern/-Projekten / Nutzung der Literaturdatenbank zur langfristigen Speicherung von grauer Literatur

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